Webdesign
10 Anzeichen, dass deine Website einen Relaunch braucht
Eine Website altert leise. Mit dieser Liste prüfst du in fünf Minuten auf dem Handy, ob deine Seite nur ein paar Änderungen braucht oder ein Relaunch fällig ist.
Die kurze Antwort
Eine Website altert leise. Sie funktioniert ja noch, also bleibt sie, wie sie ist. Die Anzeichen für einen Relaunch sieht meist nicht der Inhaber, sondern der Kunde, der nach ein paar Sekunden wieder weg ist. Wenn drei oder mehr der folgenden zehn Punkte auf deine Seite zutreffen, lohnt sich ein genauer Blick. Nicht jeder Punkt heißt gleich „alles neu“, manchmal reichen gezielte Änderungen.
10 Anzeichen, dass deine Website einen Relaunch braucht
1. Auf dem Handy musst du zoomen
Die meisten Besucher kommen heute über das Smartphone. Wenn Text winzig ist, Knöpfe zu dicht liegen oder man seitlich wischen muss, springen sie ab. Das ist das häufigste Anzeichen überhaupt, und es lässt sich bei alten Baukasten- oder Theme-Seiten selten mit ein paar Klicks beheben.
2. Die Seite lädt spürbar lange
Zähle beim Öffnen auf dem Handy mit. Steht nach drei Sekunden noch nichts Sinnvolles da, verlierst du Besucher. Typische Ursachen sind riesige Bilder, viele alte Erweiterungen und Technik, die nie aufgeräumt wurde. Ein klares Anzeichen liefert ein Messwert: Google PageSpeed Insights zeigt kostenlos, wie schnell deine Seite auf dem Handy ist.
3. Besucher kommen, Anfragen nicht
Wenn Menschen deine Seite finden, aber nicht anrufen oder schreiben, liegt es fast immer an der Struktur. Leistungen sind versteckt, Preise fehlen, der Weg zum Kontakt ist zu lang. Eine gute Seite beantwortet in wenigen Sekunden: Was machst du, für wen, und wie erreiche ich dich?
4. Du kommst an deine eigene Seite nicht ran
Öffnungszeiten ändern heißt, jemanden anzurufen und zu warten? Oder niemand weiß mehr, wo die Zugangsdaten liegen? Das ist ein ernstes Anzeichen, denn dann gehört dir deine Website nur auf dem Papier. Nach einem Relaunch sollten Zugänge, Inhalte und Dateien bei dir liegen, und kleine Änderungen machst du selbst.
5. Die Inhalte stimmen nicht mehr
Alte Leistungen, die du gar nicht mehr anbietest, ein Team-Foto von vor sechs Jahren, Preise aus einer anderen Zeit. Veraltete Inhalte sind ein leises Anzeichen, das Vertrauen kostet, und Besucher fragen sich zu Recht, ob der Betrieb überhaupt noch aktiv ist.
6. Das Design passt nicht mehr zu deinem Betrieb
Dein Betrieb hat sich weiterentwickelt, die Website nicht. Wenn dein Auftritt auf Fahrzeug, Visitenkarte und Instagram modern wirkt, die Website aber nach einem anderen Jahrzehnt aussieht, passt das Bild nicht zusammen. Kunden sehen dieses Anzeichen sofort, auch wenn sie es nicht benennen können.
7. Bei Google findet man dich kaum
Suche nach deiner Leistung und deinem Ort, ohne deinen Firmennamen. Tauchst du nicht auf, fehlen oft die Grundlagen: klare Seitentitel, eine Seite pro Leistung, saubere Technik und ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Ein Relaunch ist ein guter Moment, das von Anfang an richtig aufzusetzen.
8. Der Browser zeigt „Nicht sicher“
Fehlt das SSL-Zertifikat oder ist es falsch eingerichtet, warnt der Browser vor deiner Seite. Das schreckt ab und ist bei Formularen ein echtes Problem. Oft ist es ein Anzeichen, dass auch sonst länger niemand nach der Technik geschaut hat.
9. Updates werden nicht mehr gemacht
Ein WordPress, das seit Jahren nicht aktualisiert wurde, oder Erweiterungen, die es nicht mehr gibt: Das ist ein Sicherheitsrisiko. Solche Seiten werden gern angegriffen, und ein Update auf einen Schlag geht oft schief. Dann ist ein sauberer Neuaufbau meist günstiger als endlose Reparaturen.
10. Rechtliches wirkt zusammengestückelt
Ein Cookie-Hinweis, der nichts blockiert, Schriften und Karten, die ohne Zustimmung Daten übertragen, ein Impressum auf einer Unterseite, die keiner findet. Diese Dinge sind bei älteren Seiten häufig nachträglich angeflickt. Beim Relaunch lassen sie sich von Anfang an sauber lösen.
Was deine Zahl bedeutet
- 0 bis 2 Punkte: Deine Seite ist in einem ordentlichen Zustand. Gezielte Verbesserungen an Texten oder Technik reichen meist.
- 3 bis 5 Punkte: Es lohnt sich, genauer hinzusehen. Oft ist ein Teil-Umbau möglich, manchmal ist der Neuaufbau aber günstiger als viele einzelne Reparaturen.
- 6 oder mehr Punkte: Ein Relaunch ist sehr wahrscheinlich die bessere Wahl. Jede weitere Ausbesserung verlängert nur ein Problem, das bleibt.
Wie ein Relaunch nichts kaputt macht
Die größte Sorge bei einem Relaunch ist, bei Google abzurutschen. Das Risiko lässt sich klein halten, wenn ein paar Dinge in der richtigen Reihenfolge passieren:
- Bestand festhalten: Welche Seiten werden gefunden, welche bringen Anfragen?
- Struktur planen: Welche Seiten bleiben, welche kommen dazu, welche fallen weg?
- Im Hintergrund bauen: Die alte Seite bleibt online, bis die neue fertig ist.
- Alte Adressen weiterleiten: Jede alte Adresse zeigt auf die passende neue Seite.
- Nachsorge: Sitemap einreichen und in den ersten Wochen prüfen, ob alles gefunden wird.
Wie das bei mir konkret abläuft und was es kostet, steht auf der Seite Website-Relaunch. Wenn du vorher selbst bauen willst, hilft der Beitrag Website selbst bauen oder machen lassen? bei der Entscheidung.
Fazit
Eine Website muss nicht jedes Jahr neu. Wenn aber mehrere Anzeichen zusammenkommen, kostet das Weitermachen mehr als der Neuanfang, nur eben unsichtbar in verlorenen Anfragen. Zähle die Punkte ehrlich, und wenn du unsicher bist, lass einen zweiten Blick darauf werfen. Den kostenlosen Website-Check gibt es genau dafür: Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob ein Relaunch nötig ist oder kleinere Änderungen reichen.
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